Die Geschichte über Luna und Hayden – von Theresa
Teil 1: Der Tag beginnt
Ein lautes Klingeln dringt in mein Kopf. Was war das, frage ich mich. Erschrocken reiße ich die Augen auf und blicke mich um. Es ist nur mein Wecker, der immer noch laut klingelt. Meine Mutter ruft mich: „Luna, kommst du?“
Ich stehe auf und schlüpfe in meine flauschigen Hausschuhe. Schon wieder ruft mich meine Mutter: „Luna, kommst du jetzt?“ Ich gehe sofort runter. Angekommen im Esszimmer empfängt mich mein bellender Hund. Er springt kurz an mir hoch, dann ist Ruhe.
Ich gehe zum Schrank und will mir meine Cornflakes herausholen, aber sie sind nicht da. Ich frage meine Mutter und sie sagt, dass mein Hund sie gegessen hat. Doch wie ist er daran gekommen? Egal. Ich mache mir mein Pausenbrot für die Schule und gehe ohne Frühstück los.
Als mein Vater kommt, will ich schnell abhauen, aber er hält mich auf: „Wo willst du denn hin?“ Ich erzähle ihm, dass ich mich fertig machen muss, und er lässt mich durch.
Als ich Zähne putze, muss sofort an meinen Crush denken – und mein Herz macht einen kleinen Hüpfer. Jetzt noch Haare kämen und anziehen. Ich werfe einen Blick auf die Uhr und sehe, ich muss mich beeilen. Wenn ich nicht in drei Minuten an der Bushaltestelle bin, dann verpasse ich meinen Bus. Also renne ich los zur Haltestelle und schaffe es gerade rechtzeitig. An der Schule steige ich aus und gehe in den Klassenraum. Dort wartet direkt die nächste unangenehme Situation auf mich. Was ist das nur für ein Tag. Und das, wo doch heute endlich der Ball ist, auf den ich mich schon so lange freue.
Teil 2: Neben Hayden
Es gibt eine neue Sitzordnung und wer muss neben Hayden sitzen? Natürlich ich. Wieso muss ich ausgerechnet mit meinem Crush zusammen sitzen? Außerdem ist es doch total sinnlos, eine neue Sitzordnung zu machen, am letzten Schultag. Egal, Augen zu und durch. Ich setzte mich neben ihn und packe meine Sachen aus. Der Unterricht beginnt.
Als unsere Lehrerin ankündigt, dass wir die Hausaufgaben am Ende der Stunde vergleichen, flüstert Hayden: „Mist, kann ich bei dir die Hausaufgaben abschreiben?“ Ich ignoriere ihn, doch das war ein Fehler. Er meldet sich und sagt der Lehrerin, dass er mir eine Frage zum Unterricht gestellt hat und ich ihm nicht antworten wollte. Warum ist er so? Daraufhin meckert sie mich an und ich muss im Flur eine Einzelarbeit machen.
Ich gehe raus und mache natürlich nicht die Arbeit, die mir vorgegeben war. Schließlich sehe ich es nicht ein eine Aufgabe zu erledigen, die eigentlich Hayden machen müsste. Ich klopfe bei den anderen Klassen und renne sofort weg. Nicht Klingel-sondern Klopfstreiche. So vergeht die Stunde schnell.
Gerade als ich bei der 6b ankomme, geht unsere Tür auf. Frühstückspause. Ich erschrecke mich. Zum Glück hat unsere Lehrerin mich nicht erwischt. Ich renne sofort rein. Ich setze mich an meinen Platz und hole mein Pausenbrot heraus. Ich nehme einen Bissen und merke, dass ich das Salz auf dem Ei mit Zucker vertauscht habe. Igitt, ich muss mich beherrschen nicht alles direkt auszuspucken. Ich schmeiße es in den Müll und setze mich an meinen Platz.
Hayden bemerkt es und bietet mir überraschenderweise sein Pausenbrot an. Ich zögere, doch ich finde es unhöflich, es abzulehnen. Also nehme ich es an und bedanke mich schüchtern. Ich esse es und eigentlich ist es lecker. Ich packe noch schnell auf Gewi um und die Stunde beginnt.
Heute ist die Stunde mal wieder besonders langweilig. Doch auf einmal sagt die Lehrerin etwas von Hausaufgaben. Mist, welche Hausaufgaben, denk ich. Und dann muss ich etwas tun, was ich mir geschworen habe, nie zu tun. „H a y d e n“, stottere ich langsam. „Könnte ich vielleicht bei dir abschreiben?“
Ich spüre genau, wie ich rot anlaufe, jetzt wird er sich rächen, weil ich ihn vorhin auch nicht habe abschreiben lassen. Doch dann sagte er: „Du, Luna, hast deine Hausaufgaben vergessen?“ Er schaut mich an und um seine Augen kann ich einen leicht spöttischen Blick wahrnehmen. „Aber du darfst deine Hausaufgaben bei mir abschreiben.“ Jetzt führt er sich auf wie ein Snob, aber ich habe keine Wahl. Die Stunde vergeht wie im Flug.
Gleich ist Hofpause. Ich gehe mit meinen besten Freundinnen Emily und Alessia raus.
Teil 3: Kleider und Schmetterlinge
Am Nachmittag ist Alessia bei mir. Wir wollen uns zusammen für den Abschlussball fertig machen. Nur noch die Transition in meinem Zimmer fertig stellen. Wir gehen runter, um uns eine Jacke und Schuhe anzuziehen. Wir setzen uns in das Auto meiner Mutter. Ich bin sehr aufgeregt und freue mich gleichzeitig. In meinem Bauch fühlt sich diese Mischung wie tausend Schmetterlinge an.
Als wir angekommen sind, empfängt uns Emily in einem rot-schwarzen Kleid. Sie sieht wunderschön aus. Wir gehen gemeinsam in die Mensa. Dort treffen wir meine andere Freundin Lisa mit ihrer besten Freundin.
Ich stehe in der Ecke und meine Freundinnen quatschen gerade mit Jungs. Als ich Hayden entdecke. Er kommt mit seinem Bruder herein und sieht völlig verändert und doch genauso gut aus wie immer. Sein schwarzer Anzug steht ihm richtig gut. Wir holen uns was zu trinken. Emily quatscht mit einem Jungen namens Titus und Alessia mit einem namens Simon.
Auf einmal kommt Hayden auf mich zu. Er mustert mich von oben bis unten und ich mache mich bereit für seinen abwertenden Kommentar, aber stattdessen sagt er: „Wow, du siehst echt schön aus.“ Ich fühle, wie mein Gesicht heiß wird, und sage leise, aber offensichtlich laut genug für ihn hörbar. „Hayden, ich habe einen Crush auf dich.“ Unerwartet sagte er: „Ich auch.“
(Text und Bild: Theresa)